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Stadtbezirk Degerloch



Der Stadtbezirk Degerloch

Der heutige Stadtbezirk Degerloch geht auf eine im 8. Jahrhundert am Nordrand der Filderhochfläche gegründete Siedlung zurück und wurde urkundlich erstmals 1100 erwähnt. Neben dem Ackerbau war aufgrund der Hanglage zum Stuttgarter Talkessel auch der Weinbau der Haupterwerbszweig der Degerlocher.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Degerloch zum Höhenluftkurort. Zahlreiche Stuttgarter Fabrikanten bauten in Degerloch Sommerhäuser Villen und Wohnhäuser. Damit entwickelte sich Degerloch zu einem bevorzugten Wohngebiet Stuttgarts.

Durch die Eröffnung der Zahnradbahn (1884), der Anbindung Degerlochs an das entstehende Straßenbahnnetz von Stuttgart sowie durch die Eingemeindung im Jahr 1904 wurde der Ort immer mehr in die Siedlungsexpansion Stuttgarts eingebunden. So wurde u.a. das Wohngebiet Haigst aufgesiedelt. Der Stadtteil Hoffeld entstand zwischen 1932 und 1934 zunächst als Kleinsiedlungsgebiet und wurde zwischen 1955 und 1977 baulich erweitert.

Weithin sichtbares Wahrzeichen Degerlochs ist der neben dem Sport- und Freizeitpark Waldau gelegene Fernsehturm, der 1955-56 erbaut wurde.

Eine besondere Industrialisierung erfuhr Degerloch nicht. Zahlreiche alt eingesessene Degerlocher Handwerksbetriebe konnten ihren Betrieb aus dem Ortskern in das seit den 80er Jahren aufgesiedelte Gewerbegebiet Tränke verlagern.

Der Ortskern wurde 1989 als Sanierungsgebiet festgelegt. Im Zuge der Gesamtmaßnahmen zur Stadterneuerung wurden u.a. das Lindenplätzle, der Markplatz sowie die Epplestrasse als zentralem Geschäftsstrassenbereich neu gestaltet,

Mit dem zwischen Bezirksrathaus und Filderschule neu angelegten Festplatz, dem durch privates Engagement sanierten Helene-PfleidererHaus sowie der zwischenzeitlich ebenfalls sanierten Alten Scheuer steht den Degerlochern ein vielfältiges Angebot an Begegnungsstätten im Ortszentrum zur Verfügung.

Nachdem in den vergangenen Jahren bereits entlang der stark befahrenen Verkehrsader B27/ Löffelstrasse moderne Bürogebäude wie der Firmen Siemens oder ABB errichtet worden sind, werden dort zur Zeit weitere brachliegende und untergenutzte Flächen mit Bürogebäuden überbaut. Die Bebauung soll auch die dahinter liegenden Wohngebiete vom Lärm abschirmen.



Quelle: Statistisches Amt der Stadt Stuttgart. Datenkompass Stadtbezirke 2000

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