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Die Geschichte Degerlochs

Degerloch ist alemannischen Ursprungs und wurde in einer alten Handschrift über das Kloster Hirsau im Jahre 1100 erstmals unter dem Namen "Tegerloch" urkundlich erwähnt. "Teger" bedeutet stark, umfangreich und "loch" Wald, beides also umfangreicher Wald.

Tatsächlich soll nach der Forschung der Ort im 3. bis 6. Jahrhundert als Ableger des alemannischen Sippendorfes Möhringen inmitten eines großen Waldes gegründet worden sein. Die Ablösung des Dorfes aus dem Pfarrverband Möhringen und die Gründung der eigenen Kirche im Jahre 1468 stellt für die weitere Entwicklung von Degerloch ein bedeutsames geschichtliches Ereignis dar.

Degerloch wird im Krieg der Esslinger gegen Württemberg 1449 von den Esslingern niedergebrannt. Ob es dann der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg, die französichen Raubkriege oder der Französische Revolutionskrieg waren, immer wieder wurde Degerloch von durchziehenden Kriegshorden heimgesucht. Diese Zeiten waren geprägt von Not, Krankheit, Hunger und Krieg.

Mit der Eröffnung der Zahnradbahn 1884 begann auch für Degerloch die neue Zeit. Degerloch, das Mitte des 19. Jahrhunderts das Prädikat "Höhenluftkurort" erlangt hatte, rückte mit dieser Verkehrsverbindung noch näher an Stuttgart heran. Zahlreiche Stuttgarter zogen auf die südliche Höhe, wo im Gebiet Melitta-, Nägelestraße und des Hainbuchenweges in rascher Folge Villen gebaut wurden.

Am 1. August 1908 endete mit der Eingemeindung zur Landeshauptstadt Stuttgart die Geschichte der selbständigen Gemeinde Degerloch mit damals 3.814 Einwohnern.
Trotz des raschen Anwachsens der Bevölkerungszahl hat Degerloch seine Eigenständigkeit bewahrt, was u.a. in einem sehr intensiven und vielfältigen Vereins- und Gemeinschaftsleben zum Ausdruck kommt.

 
 
 
 


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